Die CSI Maschinerie steht wohl an einem Scheidepunkt. Die US-Einschaltquoten sind im Vergleich mit den anderen Serien zwar nach wie vor gut, aber in nackten Zahlen ausgedrückt durchschnittlich rund 20% tiefer als in der letztjährigen Saison. Dazu kommt, dass sich die direkten Konkurrenten wie NCIS und neu NCSI Los Angeles oder auch the Mentalist und Criminal Minds zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Intern ist die Hackordnung noch immer die Gleiche: Vegas vor Miami und New York, obwohl sich New York in letzter Zeit im Einzelvergleich einige Male vor Miami platzieren konnte.

Die Las Vegas-Filiale kämpft noch immer mit dem Abgang von Master-Brain Gil Grissom (William L. Petersen) und der fehlenden Beziehungs-Storyline mit Sara. Laurence Fishburne alias Dr. Langton macht seine Sache zwar gut, aber bei den eingefleischten Fans ist er wohl noch nicht angekommen.

In Miami weiss man zwar mittlerweile auswendig, wie Horatio Cane seine Sonnenbrille auf 23 verschiedene Arten auf- und absetzen kann, aber ansonsten ist es etwas eintönig geworden. Es gibt auch immer wieder Gerüchte wonach David Caruso über einen Ausstieg nachdenkt.

Einzig NY scheint sich zumindest storytechnisch noch steigern zu können, allerdings lauert dort wohl aus Sicht des Standortes die grösste Konkurrenz im Seriendschungel.

Man darf gespannt was die laufende TV-Saison für Überraschungen bringt.  So lange alle drei Serien noch in den so wichtigen Top 20 der Nielsen-TV-Ratings rangieren, wird der Sender CBS wohl abwarten. Vielleicht sollte man aber auch aufhören so lange es Spass macht.